Die Kinder

Tansania gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Gesundheitsversorgung ist schlecht, Aufklärung unzureichend. Es gibt viele Kinder, deren Eltern nicht ausreichend für sie sorgen können. Verwandte versuchen sich zu kümmern, sind aber oft überfordert und finanziell nicht dazu in der Lage. Öffentliche Einrichtungen für diese Kinder gibt es kaum. So leben viele auf der Straße oder können nur notdürftig versorgt werden. Kinder aus besonders prekären Verhältnissen werden in enger Zusammenarbeit mit den lokalen Sozialämtern und den Kirchengemeinden in die Amani Kinderdörfer gebracht.
Viele Kinder erleben im Kinderdorf zum ersten Mal in ihrem Leben Schutz, Geborgenheit und die Sicherheit, jeden Tag etwas zu essen zu bekommen und regelmäßig die Schule besuchen zu dürfen. Schnell wird das Dorf ihr Zuhause, in dem sie sich wohl fühlen. „Hier bekomme ich so viel Liebe!“,das war das größte Kompliment eines Kindes!
Wie in Tansania üblich, helfen alle Kinder den Hausmüttern. Waschen, kochen, Garten und Feldarbeit, auf die Kleinen aufpassen, das alles ist wichtig, um später den Alltag in diesem Land meistern zu können.
Die Gemeinschaft unter den Kindern ist stark. Es entstehen viele Freundschaften. Sie sind begeisterte Fußballer und können auch ohne Spielzeug kreativ und ausdauernd spielen.
Die Schulferien verbringen die Kinder nach Möglichkeit in den Dörfern bei ihren Verwandten. Es ist wichtig, dass sie den Kontakt zu Ihnen halten und ihre tansanischen Wurzeln nicht verlieren. Einige Kinder gehen nach Beendigung ihrer Ausbildung wieder in ihre Heimatdörfer zurück.
Viele der Kinder, die die Kinderdörfer verlassen haben, fühlen sich weiterhin als Teil der Amani-Familie; sie halten Kontakt untereinander, kommen immer wieder gerne zu Besuch.
